1. August 2023

Forschungsfahrten auf dem eHighway

EHIGHWAY. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung von FESH wurden erneut Forschungsfahrten durchgeführt. Es werden auch im laufenden Normalbetrieb der Teststrecke kontinuierlich wissenschaftliche Daten gesammelt, die Forschungsfahrten ermöglichen jedoch weiterführende Messungen zum technischen Verhalten der Fahrzeuge sowie der eHighway-Infrastruktur. 

 

Bei den jüngst durchgeführten Foschungsfahrten fuhren vier O-Lkw der Spedition Bode im Konvoi die Teststrecke entlang. Nach einem Fahrerbriefing ging es dazu von Reinfeld aus zunächst nach Bad Oldesloe und dann über die A1 zum Kreuz Lübeck. Von dort aus ging es wieder zurück in Richtung Hamburg. Insgesamt wurde dieser Streckenverlauf fünf Mal wiederholt abgefahren.

 

Neben einer Wirkungsgradbestimmung der Energieübertragung in verschiedenen Kolonnengrößen wurde ebenfalls untersucht, wann Spannungsspitzen entstehen, hierfür wurde eine UV-Messung durchgeführt, die während der Fahrt entstehende Lichtbögen am Stromabnehmer registriert. Unter diesem Gesichtspunkt wurde ebenfalls das Herausfahren aus dem Oberleitungssystem ohne manuelles Abbügeln der Stromabnehmer getestet.

 

Einen weiteren Aspekt dieser Forschungsfahrten stellte die Belastungsprobe der elektronischen Oberleitungssysteme dar. Hierfür fuhren die vier eingesetzten O-Lkw in teils nahem Abstand hintereinander. Auch gegenläufige Durchfahrten sowie gleichzeitiges Beschleunigen wurde getestet. Dabei war positiv zu verzeichnen, dass keine Beeinträchtigungen an der Spannungsversorgung zu beobachten waren und die O-Lkw durchgängig mit der Oberleitung verbunden blieben. Insgesamt legten die vier O-Lkw an dieser Forschungsfahrt 158 Kilometer zurück, in denen sie mit ihr verbunden waren. Im Mittel ergab sich für jeden Lkw eine durchschnittliche Bezugsleistung von 180 kW. Mit einem Anteil von einem Drittel der Forschungsfahrt auf dem eHighway und einem Dieselverbrauch von durchschnittlich 12,0 l/100km wurde das Potential zur CO2-Reduktion bestätigt.